Tipps & Tricks

Darf bzw. soll ich mein Baby verwöhnen?

Eltern haben oft Angst vor dem Verwöhnen und fragen: „ob sie das wohl dürfen und das Baby dadurch auch wirklich nicht verwöhnt werde!?“ Die Antwort darauf lautet: „Ja – bitte! Verwöhnen Sie das Baby, so werden seine Bedürfnisse gestillt.“

Ein Neugeborenes braucht intensiven Körperkontakt und Zärtlichkeit damit eine sichere Bindung entstehen kann. Nur durch Bindung kann Beziehung entstehen. Nähe tut nicht nur dem Körper gut, sondern auch der Seele. Babys die verläßlich getröstet werden, schreien später nicht mehr, sondern weniger als solche, die „warten“ mußten.  Alle Babys genießen – genau wie Sie selbst – die Sprache der Liebe: Augenkontakt und Kuscheln. Genießen Sie das Schmusen und Kuscheln und lassen Sie sich Zeit dafür.

Mehr unter www.kinder-verstehen.de

Fachbücher zum Thema finden Sie hier unter „Bindung und Kommunikation“

Zuletzt aktualisiert am 01.11.2014 von Gerda Baumgartner.

Mein Baby weint – Babys mit starken Bedürfnissen

Babys haben eine Menge von unterschiedlichen Bedürfnissen. Es benötigt Erfahrung, Geduld und viel Einfühlungsvermögen um zu erkennen, welches Bedürfnis für das Baby im Moment zu erfüllen ist.    

Nicht immer wird es gelingen, das Schreien des Babys sofort zu stillen und nicht immer ist es nötig, das Schreien „abzustellen“. Manchmal können wir das Kind dabei nur begleiten. Strategien für das Leben mit einem weinenden Baby:

  • Stillen nach Bedarf
  • Tragetücher
  • Beruhigen durch Klänge
  • Beruhigen durch Berührung und Bewegung
  • Kontakt mit dem Baby herstellen (nicht alleine lassen, Massage)
  • Beruhigen durch Sehen (Blickkontakt, Mobile)
  • Ruhepausen sind wichtig, keine ständigen Reize
  • Lassen Sie Ihr Baby in seiner Verzweiflung nicht alleine

Fachbücher zum Thema finden Sie hier unter „Schlafen“

Zuletzt aktualisiert am 20.09.2014 von Gerda Baumgartner.

Bekommt mein Baby genug Milch?

Viele stillende Mütter fragen sich, wie sie herausfinden können, ob ihr Baby genug Milch bekommt.

Die Milchmenge, die die Brüste produzieren, ist abhängig davon, wie oft und wie lange das Baby an der Brust saugt. Klare Anzeichen, dass das Kind genug Milch bekommt sind:

  • Durchschnittliche, wöchentliche Gewichtszunahme von ca. 170 g (0 – 2 Monate) ca. 110 g (2 – 4 Monate) und 70 g (4 – 6 Monate) oder mehr
  • 6 – 8 nasse Windeln in 24 Stunden ab dem 4. Lebenstag
  • mind. 3 – 4 mal Stuhlgang pro 24 Stunden in den ersten 4 Lebenswochen
  • Guter Allgemeinzustand (rosige Hautfarbe, gute Hautspannung, aktives und aufmerksames Verhalten)

Literatur zum Thema finden Sie hier unter „Bücher für Stillende“

Zuletzt aktualisiert am 06.06.2018 von Gerda Baumgartner.

Wunde Brustwarzen (Mamillen) vermeiden – vorbeugen ist besser als heilen

Empfindliche Mamillen in den ersten Tagen sind normal! Wunde Mamillen entstehen meist durch falsches Saugen des Babys! Korrektes Anlegen und positionieren in den ersten Tagen sind daher die wichtigste Vorbeugung! „Erste Hilfe“ bei wunden, rissigen Mamillen:

  • Seifenfreie Waschlotion und Duschgels benutzen
  • Milch und Speichelreste des Babys nach dem Stillen nicht abwischen
  • Sonne oder Rotlicht haben eine heilende Wirkung
  • Nicht seltener, sondern öfters – dafür kürzer – stillen
  • Die weniger wunde Seite zuerst Stillen
  • Vor dem Stillen mit der Hand etwas Milch ausdrücken oder abpumpen
  • Anlegepostition öfters wechseln
  • Feuchte Wärme vor dem Stillen
  • Brustwarzenschoner verwenden
  • Stilleinlagen aus Schafwolle oder Seide
  • Eichenrindentee oder „Mercuralis perenis Tinktur“ von Weleda®
  • Rechtzeitig eine Stillberaterin aufsuchen
  • Low level LASER Therapie fördert die Wundheilung und ist schmerzlindernd

Literatur zum Thema finden Sie hier unter „Bücher für Stillende“

Zuletzt aktualisiert am 25.10.2014 von Gerda Baumgartner.

Mit Nähe zum Baby die Flasche geben

Auch wenn Sie nicht stillen, können Sie Ihrem Baby viel Nähe und Geborgenheit geben.

Stillen ist mehr als reine Ernährung, es bietet auch Trost, Körperkontakt und Beruhigung und erleichtert die innige Bindung zwischen Mutter und Kind. Ähnlich wie beim Stillen, können Sie auch bei der Flaschengabe diese Bindung stärken und bewußt pflegen.

  • Halten Sie Ihr Kind beim Füttern im Arm und achten Sie auf Hautkontakt. Wenn möglich, füttern Sie Ihr Baby an der nackten Haut (z.B. ärmelloses T-Shirt)
  • Halten Sie Augenkontakt – wenn Ihr Baby Ihr Gesicht sehen kann, schaut es Sie viel öfter an und wird Ihr Gesicht eher erkennen.
  • Wechseln Sie die Seiten, auf der Sie ihr Baby halten um die Augen-Hand-Koordination des Kindes zu fördern.
  • Füttern Sie nach Bedarf Ihres Kindes. Einen festen Rhythmus entwickeln Kinder erst nach einigen Wochen oder Monaten.
  • Hungerzeichen sind: Suchen, Saugen, Unruhe; späte Hungerzeichen: Anspannung, Weinen und Schreien (lassen Sie Ihr Baby nicht vor Hunger schreien!)
  • Sättigungszeichen sind: Entspannte Körperhaltung, lässt den Sauger los, ein gesundes, sattes und gut zunehmendes Baby schläft ein
  • Achten Sie auf ein kleines Saugerloch – die Nahrung soll nicht herausrinnen , sondern tropfen.

Zuletzt aktualisiert am 20.09.2014 von Gerda Baumgartner.

Wann soll ich erste feste Beikost zufüttern?

Im Normalfall enthält Muttermilch alles, was ein vollgestilltes Kind im ersten Lebenshalbjahr braucht. Die Kinder zeigen, wann sie bereit sind, feste Kost zu sich zu nehmen. Manche Babys zeigen schon mit fünf Monaten Interesse an Eßbarem, andere erst mit sieben bis acht Monaten. Scheint das Baby noch kein Interesse und keine Freude am neuen Schritt zu zeigen, soll in der Regel noch abgewartet werden.

Siehe auch unter: www.richtigessenvonanfangan.at

Fachbücher zum Thema finden Sie hier unter „Ernährung“

Zuletzt aktualisiert am 30.03.2015 von Gerda Baumgartner.